Die Schwerpunkte im Bereich der «Systemkompatibilität und Mitsprache» zielen auf den Erhalt der schweizerischen Bildungssystematik bei gleichzeitiger Stärkung der Durchlässigkeit ab:
a) Die Schulen der HBB sollen konsequent als vierte Kraft in die Verbundpartnerschaft integriert werden, d.h. insbesondere den Einbezug bei Vernehmlassungen und in den Dialogplattformen, und die Selbstregulierung über die Verbände/Trägerschaften unterstützt werden.
b) Weiter wird die Anrechnung von Bildungsleistungen auf tertiärer Stufe stufenübergreifend gefordert, die Durchlässigkeit verstärkt sowie die Bekanntheit der zu den Hochschulen alternativen Ausbildungswege gefördert werden.
c) Die Systemlogik zwischen den Hochschulen und der Höheren Berufsbildung soll geschützt und eingehalten werden. Die Querfinanzierung sowie verstärkte Finanzierung staatlicher Schulen soll in der Höheren Berufsbildung unterbunden werden, d.h. insbesondere sollen auch Fachhochschulen die Weiterbildung nicht über die Höhere Berufsbildung quersubventionieren.
Ziel ist es auf politischer Ebene Gehör zu finden, um die Höhere Berufsbildung zu erhalten, gesellschaftlichen Nutzen zu stiften, um das bestehende Bildungssystem zu optimieren und dessen Vielfältigkeit bekannter zu machen resp. Wettbewerbsverzerrung insbesondere durch staatliche Institutionen zu vermeiden.
Seit 2018 wird die Finanzierung von Vorbereitungskursen auf eidg. Berufs- und Höhere Fachprüfungen nicht mehr auf deren Anbieter/-innen (objektorientiert), sondern direkt auf die Nachfragenden (subjektorientiert) ausgerichtet. Mit diesem Finanzierungswechsel werden Weiterbildungsbedürfnisse der Menschen und ihrer Arbeitgebenden ins Zentrum gerückt. Damit wird die Attraktivität der Höheren Berufsbildung gesteigert. Es muss sichergestellt werden, dass die Umsetzung des neuen Finanzierungsmechanismus die Angebotsvielfalt fördert und die finanzielle Besserstellung der Absolvierenden garantiert. Sodann ist sicherzustellen, dass die Subventionierung der Kurse unkompliziert abgewickelt wird.